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Fahrer-Selbstbedienung
Beladeanlage für Salz |
Aufgabenstellung:
Zwei 50to LKW-Waagen
so umzurüsten und zu modernisieren, daß die Fahrer verschiedenster
Nationalitäten alle Bedienungen eigenständig durchführen können.
Realisierung:
Der Abholauftrag des Kunden mit der Sollmenge ist im SAP/R3
System abgelegt.
Der Fahrer meldet sich in der Disposition und gibt den Spediteur
und das KFZ-Kennzeichen an.
Die gewünschte Mengenaufteilung wird vom Fahrer genannt.
Der SAP-Auftrag wird vervollständigt.
Es wird eine Identifikationskarte Siemens Hitag1 mit den Daten
des Auftrages beschrieben und dem Fahrer ausgehändigt.
Das Fahrzeug fährt nun auf eine der 50to LKW-Waagen unterhalb
der Salzbeladung.
Über 3 Lichtschranken und eine Ampelanlage mit Rot/Grün/Vor/Zurück-Signalen
wird der Fahrer in die Beladeposition geleitet.
Damit er seitlich nicht über die Waagenbrücke hinaus fährt,
werden seitliche Schrammbords auf die Waagenbrücke montiert.
Diese Schrammbords sind wie folgt ausgeführt: Klebebords aus
Beton-Fertigteilen, mit Anschrägung zur Fahrzeugseite, ca.
10cm hoch Die Fahrbahnbreite wird durch diese Spezialanfertigung
auf nur 2,78m beschränkt.
Da der Fahrer während der Beladung sein Fahrzeug nicht verfahren
soll, wird mittels Lichtschranke die Beladepostion permanent
überwacht.
Der Fahrer betritt das Wägehaus und steckt seine Identifikationskarte
vor den Kartenleser.
Die Wägedaten-Software WD3000 liest den Karteninhalt aus und
erhält so Schlüssel-Informationen des Beladeauftrages.
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Der komplette Auftrag wird aus der Übergabedatei des SAP/R3-Systems
gelesen.
In einem Edelstahl-Schaltpult ist ein berührungsloser 15"
Touchscreenmonitor eingebaut.
Auf diesem erscheint nun Informationen über den Beladeauftrag.
Entsprechend dem Fahrzeugtyp wird nun das Bild eines Fahrzeuges
angezeigt.
Motorwagen mit Anhänger, Sattelauflieger oder Silofahrzeug
mit 2, 3 oder 4 Domen. Die Sollmenge ist entsprechend der
Vorgabe des Fahrers bereits auf die Dome aufgeteilt.
Der Fahrer kann jetzt durch Berührung jeder einzelnen Sollmenge
diese nochmals ändern, wenn gewünscht. Die Aufteilung der
Restmenge auf die anderen Dome erfolgt nun automatisch.
Dafür wird Ihm in diesem Moment auf dem Touchscreenmonitor
eine große Zifferntastatur eingeblendet.
Der Fahrer bringt nun die Beladegarnitur mit der Bedienflasche
in die gewünschte Position.
Dafür hängt an einer Laufschiene unter der Bürodecke auf der
gesamten Länge des LKW eine Steuerflasche ähnlich an einem
Hallenkran.
Diese kann vom Fahrer an beliebige Position verfahren werden.
In dieser Steuerflasche befinden sich Taster für Auf/Ab/Links
fahren/Rechts fahren sowie Startfreigabe und Sofort-Stopp.
Nach Positionierung an der gewünschten Stelle betätigt er
den Start-Taster.
Nach Startfreigabe des Kunden per Eingangskontakt wird nun
ein Relaiskontakte Startfreigabe ausgegeben. Die Bänder starten,
alle weiteren Maschinen werden gestartet und Salz wird gefördert.
200kg vor der Sollmenge erfolgt der Nachlauf. d.h. der Austrag
aus dem Salzsilo stoppt, die Bänder werden leergefahren und
der Sollwert wird erreicht.
Die tatsächliche, beladene Menge wird ermittelt.
Bei Unterbeladung bzw. Überbeladung wird die restliche, noch
zu beladene Menge neu berechnet und auf die weiteren Sollwerte
verteilt.
Der Vorgang wiederholt sich so lange bis die im SAP-Auftrag
hinterlegte Gesamt-Sollmenge, z.B. 20000kg, beladen worden
ist.
Der LKW wird voll gewogen und ein Wiegeschein mit Leergewicht
(Tara), Vollgewicht (Brutto), Nettogewicht, Sollmenge, Istmenge
und weiteren Daten des Auftrages wird gedruckt.
Nach der Wägung wird ein kompletter Datensatz an SAP/R3 übergeben.
Der Fahrer entnimmt dem Kartenleser seine Identifikationskarte.
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Zusätzliche
Überwachung:
Bei Erreichen von 40.000kg Brutto wird die Beladung automatisch
beendet.
Beim vorzeitigen Entfernen der Identifikationskarte wird die
Beladung unterbrochen.
Beim Verfahren des Fahrzeuges während der Beladung wird diese
unterbrochen. Bei Störung von Maschinen oder Materialmangel
wird die Beladung unterbrochen.
Neben der Fahrer-Selbstbedienungsmaske über Touchscreenmonitor
stehen verschiedene Wägemasken für Bediener zur Verfügung.
Diese werden über PC-Tastatur bedient. Ein-/Ausgangswägung
ohne Beladung, Eichwiegung, Sonderwiegung ohne SAP-Auftrag,
Notbetrieb ohne Kartenlesegerät, Notbetrieb bei Störung SAP.
Zusätzlich
ist ein Winterbetrieb vorhanden.
Für die Spitzenzeiten im Streusalzgeschäft
ist vor der LKW-Waage in der Halteposition für den nächsten
LKW eine Bediensäule mit einem zusätzlichen Kartenleser installiert.
Hier werden bereits die SAP-Daten eingelesen während ein anderes
Fahrzeug noch beladen wird.
Der Zeitvorteil liegt hier darin, das der Fahrer im Fahrzeug
verbleibt und vom Kunden eigenen Personal bedient wird.
Bereits beim Auffahren auf die Waagenbrücke stehen dem Bediener
die SAP-Daten bereit und er kann unverzüglichmit der Beladung
beginnen.
Allgemein:
Durch Berühren eines Hilfe-Symbols auf dem Touchscreenmonitor
wird ein Relaiskontakt für eine Hupe gesetzt.
Dem Fahrer wird nun vom Kundeneigenen Personal geholfen.
Auf Grundlage der Wiegedaten werden unterschiedliche Auswertungen
erzeugt.
Zudem werden Schichtprotokolle für Salzmengen in bestimmten
Arbeitszeiten geführt.
Das Edelstahl-Schaltpult beinhaltet neben dem Touchscreenmonitor
auch den Wäge-PC mit
Windows NT 4.0, einen HP Laserdrucker, die geeichte Wägeelektronik
sowie Netzteile für die Kartenlesegeräte.
Die Entnahme des Wägescheines aus dem Drucker erfolgt durch
eine Öffnung in der Schranktüre ähnlich einem Briefkasten.
Zeitgleich wurde auch die 50 to LKW-Waage am Werkseingang
mit der Wägedaten-Software
WD3000 umgerüstet.
Hierbei ist die Funktion Beladung nicht möglich und daher
gesperrt.
Es erfolgt nur ein Wägebetrieb durch Personal
Alle 3 Waagen sind miteinander vernetzt und greifen auf die
SAP-Daten zu.
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